Märchenerzähler: Jetzt ist Märchenzeit!

Zeit für Märchen - Märchenerzähler Karlheinz Schudt

Für anderthalb Stunden tauchen die Grundschüler in eine Welt ein, in der Geschichten gut ausgehen. Zu kaum einer Zeit werden mehr Märchen erzählt als z. B. im Advent. Das bestätigt einer, der nichts anderes tut. Karlheinz Schudt aus dem westfälischen Vlotho. Aus dem Ort nahe der Partnerstadt Bünde kam im Jahre 2002 wichtige Hilfe nach der Flut. Gestern brachte der Wahl-Westfale Märchen mit, die jedes Kind kennt. Trotzdem waren die Märchenstunden für alle eine Überraschung.

Kinder und Erwachsene kommen in der Stadtbibliothek ins Schwärmen

Schudts Erzählweise brachte sogar die Bibliothekarinnen Kerstin Otto und Konstanze Eulitz ins Schwärmen. Die beiden hatten die Veranstaltung organisiert und aus dem Etat der Einrichtung finanziert. Der Geschichten- und Märchenerzähler Karlheinz Schudt weiß große und kleine Gesten so geschickt in seine Erzählweise einzubinden, dass er seine Zuhörer gleichsam „an seine Lippen fesselt“. Und das galt in der Stadtbibliothek Leisnig nicht allein für die Kinder, sondern auch für Erwachsene.

Er kommt allerdings nicht allein durch seine Erzählweise bei seinen Zuhörern gut an, denn er hat eine märchenhafte Kulisse im Gepäck, vor der er seine Zuhörerschaft noch viel leichter in seine märchenhafte Welt eintauchen lässt.

Die Grundschüler hingen förmlich an den Lippen des Märchenerzählers

Jedes Jahr ist das nicht drin. Auch deshalb waren die Märchenstunden zunächst für die Erst- und Zweitklassler und darauf noch einmal für die älteren Grundschüler etwas Besonderes. Wie gebannt hingen die Kinder an den Lippen des Mannes. Karlheinz Schudt trug die Märchen so vor, dass sich die Zuhörer mitten ins Geschehen versetzt fühlen. Als es zum Beispiel um ein leckeres Würstchen ging, das auf einen Tisch flog, lief manchem das Wasser im Munde zusammen. In diesem Märchen ging es um Wünsche, die mit Bedacht gewählt und ausgesprochen werden sollten. In diesem Fall war der Ausgang nicht so glücklich. Doch in vielen Fällen ist das anders.

Märchen machen Mut: einfach, natürlich und schnörkellos!

Karlheinz Schudt, der 1983 als Puppenspieler begonnen und inzwischen rund 850 Märchenerzähler(innen) ausgebildet hat, erzählt Märchen aus aller Welt: „In unserem Kulturkreis hören die Kinder die traditionellen Märchen am liebsten“, so seine Erfahrungen. Er selbst steht auf Geschichten, die einfach und schnörkellos sind. „Rotkäppchen“ ist ein Beispiel dafür, der „Teufel mit den drei goldenen Haaren“ ein anderes.

Aus: Döbelner Allgemeine Zeitung, 22. Dezember

Märchenerzählerduo mit neuem Erzähl-Programm für Erwachsene

Märchen und Geschichten zum Schmunzeln und Träumen aus aller Welt.

Das Märchen-Duo Rita Maria Fröhle und Karlheinz Schudt stellt ihr neues Märchen-Erzähl-Programm für Erwachsene vor.

Märchen – schon alleine das Wort versetzt die Zuhörer in ferne, zauberhafte und wundersame Welten, die für jeden „Normalsterblichen“ unerreichbar scheinen. Daher wurden sie nur allzuoft in die Kinderstuben verbannt, gerade einmal noch gut genug, sie als „Gute Nacht Geschichten“ oder als „pädagogische Erziehungs-Mittel“ zu verwenden.

Was soll man auch davon halten, wenn ein kleines Mädchen von einem Wolf verschlungen wird und nachher lebendig wieder heraus kommt, wie im Grimmschen Märchen vom Rotkäppchen?

Dass es sich bei Märchen aber nicht um Lügengeschichten handelt, wie auch in der Bedeutung des Wortes selbst abzulesen ist (mittelhochdeutsch „Maere“ oder „Mär“ = Kunde, Bericht, Nachricht), sondern eher um Botschaften aus der menschlichen Seelen- oder Innenwelt, die in Sinnbildern Entwicklungen, Prozesse und – man höre und staune – auch Lösungsmöglichkeiten und Weisheiten für unzählige Alltags-Probleme zeigen, außerdem entspannen und gleichzeitig innerlich erfüllen, wird meist außer Acht gelassen.

Dabei müsste uns dieses Wissen jedes Jahr zu Weihnachten erneut zu denken geben, vor allem dann, wenn wir das von Martin Luther im Jahre 1535 geschöpfte Lied „Vom Himmel hoch, da komm ich her …“ hören oder gar singen, denn in einer Strophe heißt es unmissverständlich:

„Vom Himmel hoch, da komm ich her.
Ich bring‘ euch gute neue Mär,
Der guten Mär bring ich so viel,
Davon ich singen und sagen will.“

Märchen wurden früher Erwachsenen erzählt

Märchen wurden also nicht „nur“ für Kinder, sondern in früheren Zeiten vornehmlich für Erwachsene erzählt und nicht, um ihnen Angst zu machen, sondern im Gegenteil, um ihnen zu zeigen, dass jeder Mensch mit Urvertrauen und Mitgefühl, selbst durch die schwierigsten Lebens-Situationen hindurch, zu seinem Lebensziel gelangt. Dass „äußeres“ Glück nur durch „inneres“ Glück entstehen und bestehen kann, und dass selbst jedes „Unglück“ den Keim zu einer glücklichen Wendung in sich trägt.

Echte Märchen haben also keinesfalls an Aktualität verloren, im Gegenteil, mehr denn je könnte gerade auch das Hören von Märchen in unserer von Krisen gebeutelten Zeit den Menschen Hoffnung schenken, neue und ungewöhnliche Ideen geben und schließlich den Mut zum Handeln, das eigene Leben selbst in die Hand zu nehmen.

Das Märchenerzählerduo Rita Maria Fröhle und Karlheinz Schudt widmen sich diesem Thema schon seit 1983 und kommen gemeinsam mit ihrem neuen Märchenprogramm für Erwachsene gerne auch zu Ihnen.

Ach ja, die beiden lesen NICHT vor, sondern erzählen FREI und von Herzen die Märchen und schauen dabei ihrem Publikum in die Augen. Das gibt dem ganzen Hörerlebnis noch einen besonderen und einmaligen Zauber, zumal auch der Volksmund sagt: „Die Augen sind das Tor zur Seele!“

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter

200 Jahre Brüder Grimm Märchen

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Wussten Sie übrigens, dass sich in diesem Jahr zum 200. Mal das Erscheinen des ersten Bandes der Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm jährt? Dieses großartige Werk stellt die weltweit berühmteste Märchensammlung des 19. Jahrhunderts dar und zählt zu den am häufigsten übersetzten Werken der deutschen Literatur.

BRÜDER GRIMM Märchen: von Kindern geliebt!

Doch noch viel wichtiger ist, dass die allseits bekannten Märchen der Brüder Grimm immer noch am liebsten von den Kindern gehört werden. Und das nicht nur, weil diese Märchen besonders schön sind, sondern weil viele Menschen nur einen kleinen Teil der über 200 Märchen aus der Grimmschen Sammlung kennen.

Märchen sind eben zeitlos, schenken Vertrauen und Mitgefühl und sind somit die besten Begleiter für Kinder und Erwachsene, denn diese „Nahrung für die Seele“ kann man nie genug bekommen! Das zeigen auch unsere meist gefragten Märchen-Highlights, die Sie über folgenden Link (inkl. Videos) finden können:

http://www.maerchenfest.de

FREI Märchen Erzählen: „Die Augen sind das Tor zur Seele“

„Ach“, hört man da nicht selten von den Erwachsenen, „Sie lesen Märchen vor?“ „Keinesfalls“, ist da die Antwort unserer Märchenerzähler(innen), „wir erzählen frei!“ Und gerade das freie Erzählen, ohne Buch und ohne sonstige Vorlage, mit direktem Blickkontakt zum Publikum macht ja gerade den besonderen Zauber aus.

Wen wunderts, denn schon der Volksmund sagte:
„Die Augen sind das Tor zur Seele!“

Soviele kleine und große ZuhörerInnen tauchen mithilfe des freien Erzählens nur durch das bloße Zuhören in entspannter Ruhe und  innerem Wohlgefühl in die Welt der Märchen ein, um anschließend gestärkt und voller Zuversicht ihren Alltag anzugehen. Besonders die echten Märchen zeigen, dass trotz aller Widrigkeiten im Leben doch noch alles gut ausgehen kann und man gestärkt daraus wieder hervorkommt.

© Karlheinz Schudt, Märchenerzähler